1934 Reichs KulturKammer Booklet

2009 April 10
by Übermensch

Here is an apparent Association membership booklet of Goetz’s with his picture from 1934.  He would have been 59 years old at the time.

I found a pressed four-leaf clover between pages 3-4 of the ‘AUSZUG’.  This library of documents exhibits surprising examples of  ‘life moments’ with the turn of every page.

2 Responses leave one →
  1. 2009 April 22

    Another neat item! That is pretty great to find those serendipitous little things tucked inside. I remember having fun finding all sorts of odd little things in the donated books we got at the library back in Arizona. You could almost piece together a person’s life with all that came in the larger donations.

    OK, I’m still working on the translating the last post but here is a start on this one:

    Reichs-
    Kulturkammer
    Reichskammer der bildenden Künste
    Fachverband:
    Bund Deutscher Bildhauer e.V.

    Mitglieds-Nr.: B 1073
    Herr/Frau/Fräulein
    Karl Goetz
    Landesstelle:
    Bayern-München
    Der Präsident
    der Reichskammer der bildenden Künste
    G. König [?]
    Ausgefertigt
    Berlin, den 1.1.34.

    Reichs
    Chamber of Culture
    Reichs Chamber of the Visual Arts
    Professional Association:
    Federation of German Sculptors (e.V.= eingetragener Verein = registered association)

    Member No.: B 1073
    Mr/Mrs/Ms
    Karl Goetz
    Place:
    Bayern-München
    The President
    of the Reichs Chamber of the Visual Arts
    G. Ko:nig [?]
    Executed
    Berlin, the 1.1.34.

    —–

    WOHNORT München – RESIDENCE (place of)
    Land – State
    Kreis – District

    WOHNUNG – RESIDENCE (house/apartment)
    Straße Dall’ Armis[h:] – Street
    Hausnummer 16 – House number

    ATELIER – STUDIO
    Straße
    Hausnummer

    BERUF Bildhauer – OCCUPATION Sculptor

    GEBURTSTAG 28.6.1875 – BIRTHDAY

    GEBURTSORT Augsburg – PLACE OF BIRTH

    ——

    AUSZUG
    aus der ersten Verordnung zur Durchführung des
    Reichskulturkammergesetzes v 1. November 1933

    §3
    Die Reichskulturkammer hat die Aufgabe, durch Zusammenwirken der Angehörigen aller von ihr umfaßten Tätigkeitszweige unter der Führung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda die deutsche Kultur in Verantwortung für Volk und Reich zu fördern, die wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten der Kulturberufe zu regeln und zwischen allen Bestrebungen der ihr angehörenden Gruppen einen Ausgleich zu bewirken. Besondere Aufgaben, die der Reichskulturkammer und ihren Einzelkammern übertragen werden, kann der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda bestimmen. §7 Satz 2 des Gesetzes bleibt unberührt.

    §4
    Wer bei der Erzeugung, der Wiedergabe, der geistigen oder technischen Verarbeitung, der Verbreitung, der Erhaltung, dem Absatz oder der Vermittlung des Absatzes von Kulturgut mitwirkt, muß Mitglied der Einzelkammer sein, die für seine Tätigkeit zuständig ist, Verbreitung ist auch die Erzeugung und der Absatz technischer Verbreitungsmittel.

    §5
    Kulturgut im Sinne dieser Verordnung ist: 1. jede Schöpfung oder Leistung der Kunst, wenn sie der Öffentlichkeit übermittelt wird, 2. jede andere geistige Schöpfung oder Leistung, wenn sie durch Druck, Film oder Funk der Öffentlichkeit übermittelt wird.

    §6
    Für den Begriff der Mitwirkung im Sinne des §4 ist es unerheblich, ob die Tätigkeit ausgeübt wird: a) gewerbsmäßig oder gemeinnützig, b) durch Einzelpersonen, durch Gesellschaften, Vereine oer Stiftungen des Privatrechts, durch Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechts, c) durch Reichsangehörige oder Ausländer, d) durch Undernehmer oder Personen in einem Anstellungsverhältnis, es sei denn, daß es sich bei diesen um eine rein kaufmännische, büromäßige, technische oder mechanische Tätigkeit handelt.

    §10
    Die Aufnahme in eine Einzelkammer kann abgelent oder ein Mitglied ausgeschlossen werden, wenn Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, daß die in Frage kommende Person die für die Ausübung ihrer Tätigkeit erforderliche Zuverlässigkeit und Eignung nicht besitz.

  2. 2010 July 24

    The signature of the first president of the Reichskulturkammer is “E Hönig” for Eugen Hoenig.

    The Reichskulturkammer was Hitler’s way to compartmentalize and control the artists of Germany.

    Note that this document was dated eleven months after Hitler came into power on January 30, 1933. This would indicate that Goetz held off the pressure of joining for as long as he could. If he didn’t join he would no longer be able to exhibit, buy materials, join professional groups, or receive commissions – in other words, not be able to make a living.

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